Geschichte von Oberglogau in Stichworten

 

1213/17

In einer Urkunde des Bischofs Lorenz von Breslau wird das Dorf „Glogaw“ erwähnt.

1246-1281

Oberglogau fungiert als zweite Residenzstadt des Herzogs Ladislaus I. von Oppeln.

um 1250

Herzog Ladislaus I. ersetzt eine ältere Vogtsburg im Erlenwäldchen durch ein festes Schloss.

1264

Herzog Ladislaus I. erbaut das Minoritenkloster und eine Klosterkirche  (Franziskanerkloster) und holt 3 Minoriten (Franziskanermönche) aus Böhmen nach Oberglogau.  Das Kloster existiert mit Unterbrechungen bis 1810. 1945 wir es erneut mit polnischen Franziskanermönchen eingerichtet.

1275

Verleihung des Marktrechts an Oberglogau am Georgitage (23.04) durch Herzog Ladislaus I. von Oppeln.

1275

(21.12) Verleihung des Stadtrechts durch Herzog Ladislaus I. Oberglogau darf einen Stadtrat mit 12 Ratsmännern bilden, Gesetze erlassen und Recht sprechen (Die Urkunde selbst ist eine Fälschung).

1281-1313

Oberglogau zweite Residenzstadt des Herzogs Bolko I. von Oppeln.

1284

Erste Erwähnung der oberglogauer Pfarrei.

1291

Nachdem Herzog Bolko I. von Oppeln, für sein Herzogtum dem deustchen Kurfürsten Wenzel II. König von Böhmen den Lehenseid leistet, befindet sich Oberglogau als Teil des Herzogtums Oppeln im Königreich Böhmen und mittelbar im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

1295

Erster bekannter Erbvogt von Oberglogau Konrad und später (1311) seine Söhne, die Vögte Arnold, Peter und Konrad werden erwähnt.

1298

(02.02) Das erste urkundlich erwähnte Siegel von Oberglogau.

1313-1382

Oberglogau im Besitz der Herzöge von Falkenberg (Bolko 1313-1362, Wenzel 1362-1369, Heinrich 1369-1382).

1348-1350

Pest befällt die Stadt.

1350  

Erbauung der Pfarrkirche durch Herzog Bolko von Falkenberg. Eine Pfarrschule mit einem Rektor und einem Kantor wird zum erstem mal erwähnt.

1359

(19.08) Herzog Bolko von Falkenberg verleiht der Stadt das Privileg eine Gewerbesteuer (jährlicher Zins) von den am Ring handelnden Kaufleuten einzuziehen.

1379

(24.02.) Herzog Heinrich von Falkenberg erhebt die Pfarrkirche zum hl. Bartholomäus zum Kollegiatstift mit 4 Prälaten.Neben dem Dom wird die Domschule erbaut. Sie steht unter Aufsicht des Prälat-Scholastikus.

1379  

Erste Erwähnung des Wassertores („das neue Tor“).

ab 1382

Nach dem Tod des Herzogs Heinrich von Falkenberg schenkt König Wenzel IV. von Böhmen die Stadt Oberglogau dem Herzog Primko von Teschen, wenige Monate später fällt Oberglogau jedoch an das Herzogtum Oppeln.

1384

(28.04.) Oberglogau tritt dem, vom Herzog Laidslaus II. von Oppeln in Neustadt/OS gegründeten Städtebund von 21 oberschlesischen und wielunischen Städten, zu Schutz gegen Räuber- und Diebesbanden, bei.

1386

Herzog Ladislaus II. von Oppeln (1356-1401) schenkt der Stadt die Dörfer Hinterdorf und Weingasse.

1388

(20.01.) Herzog Ladislaus II. von Oppeln stiftet in Oberglogau das Kloster Pauliner-Wiese, unweit vor den Toren der Stadt.

1401-1437

Herzog Bolko IV. von Oppeln. Oberglogau bleibt bis ca. 1418 Witwensitz der Herzogin Euphemia von Oppeln, Witwe nach Herzog Ladislaus II.

um 1416/17

In Oberglogau wirkt der Mönch und Literat Nikolaus von Cosel.

1425

Prinz Bolko (1437-1460 Herzog Bolko V. von Oppeln) erhält die Stadt mit Umland.

1428

(13.03) Trotz eines Bündnisses mit dem Prinzen Bolko (V.) von Oppeln plündern Hussiten die Stadt, brennen die Minoritenkirche sowie das Minoritenkloster nieder und erschlagen einen Mönch.  Es gibt Hinweise, dass gar die ganze Stadt eingeäschert wurde. Der hussitenfreundliche Prinz Bolko (V.) vertreibt die restlichen Mönche aus Oberglogau und löst auch das Kollegiatstift auf.

1449  

Nach seiner Vertreibung aus Polen findet der hussitisch gesinnte Kanonikus und Magister der Universität Krakau, Jędrzej Gałka z Dobczyna Asyl in Oberglogau.

1460-1476

Oberglogau unter Herzog Nikolaus I. von Oppeln.

1463  

Herzog Nikolaus I. errichtet neu das von seinem Bruder Bolko V. 35 Jahre zuvor usurpierte Kollegiatstift.

1476-1532

Herzöge Nikolaus II. (+1494)  und Johann (+1532) regieren gemeinsam das Herzogtum Oppeln und somit auch Oberglogau.

1478

Ein schrecklicher Brand legt die ganze Stadt in Asche.

1480

Erbauung des Presbyteriums der Klosterkirche „Franz von Assisi“.

1497

Wütet in Oberglogau eine pestartige Krankheit die einen Großteil der Einwohner hinwegrafft.

1524

Die Reformation hält in Oberglogau Einzug.

1531

Erste Erwähnung des Hospitals zum hl. Nikolaus in der Wasservorstadt, in dem betagte und arbeitsunfähige Menschen aufgenommen werden.  (Der Vorläufer, das „Haus zum Heiligen Grabe“ wird in Oberglogau bereits 1264 erwähnt).

1532

Nach dem Tod des letzten Herzogs von Oppeln Johann fällt das Herzogtum samt der Stadt Oberglogau als erledigtes Lehen an die böhmische Krone.

1532-1543

Der König von Böhmen und Kaiser des Heiligen Römisch-Deutschen Reiches Ferdinand I. von Habsburg verpfändet das Herzogtum Oppeln an Georg von Hohenzollern,  Markgraf von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach, Herr von Jägerndorf und Burggraf von Nürnberg.

1534

Erste Erwähnung des Coseler-Tores (im Urbarium).

 

Oberglogau um 1536

1548-1572

Der reformatorische Priester Martin Saita verdrängt die katholischen Prälaten Dechanten aus Oberglogau und zieht einen Großteil der hiesigen Bevölkerung auf die evangelischen Seite.

1552

Ferdinand I. von Habsburg König von Böhmen und Kaiser des Reiches bewilligt der Stadt einen Jahrmarkt nach dem Sonntag Judica.

1552-1558

König und Kaiser Ferdinand I. von Habsburg verpfändet das Fürstentum Oppeln mit Oberglogau an Königin Isabella von Ungarn.

1558-1562

König und Kaiser Ferdinand I. von Habsburg verpfändet Oberglogau an Otto von Zedlitz.

1562

König und Kaiser Ferdinand I. von Habsburg verpfändet Oberglogau an Feldmarschall und Landeshauptmann von Schlesien Hans von Oppersdorff, Freiherr von Aich und Friedstein. Stadt und Herrschaft Oberglogau bleiben für die nächsten beinahe 400 Jahre eng mit der Famile von Oppersdorff verbunden.

1563

König und Kaiser Ferdinand I. von Habsburg ordnet an, dass die Juden die Stadt Oberglogau zu verlassen haben.

1565

Freiherr Hans von Oppersdorff errichtet an Stelle der alten herzoglichen Burg eine neues Schloss.

1566

Wird die Schlossbrauerei in Betrieb genommen.

1582 

(16.04) Großer Brand vernichtet Teile der Stadt.

1587              

König von Böhmen und Kaiser des Reiches Rudolf II. erteilt der Stadt Oberglogau das Privileg mit rotem Wachs zu siegeln.

1589

Erste schriftliche Erwähnung des Stockhausturmes (Gefängnisturmes) in der näher des Schlosstores an der Stadtmauer.

1593

Freiherr Georg II. von Oppersdorff kauft vom Kaiser die Herrschaft Oberglogau mit derdazugehörigen Stadt Oberglogau und 24 Dörfern, Vorwerken, Mühlen, Teichen, Wäldern und Fischereien.

1597

Wird zu erstem mal die Wasserkunst, welche die Stadt mit Wasser (bis 1910) versorgte, erwähnt.

1599

Neuerbauung der Kirche „Hl. Nikolaus“ und des Hospitals.

1603  

Im Rahmen der im Niedergang begriffenen katholischen Domschule werden eine böhmische Volksschule und eine lateinische Schule eingerichtet.

1606 

Erbauung eines hölzernen evangelischen Bethauses auf dem Rossmarkt.

1607

Erbauung einer evangelischen Schule in Oberglogau.

1608

Neubau des Rathausgebäudes in heute noch vorhandenen Form (das älteste Rathausgebäude wird bereits 1359 erwähnt).

1612

Wird zum erstem Mal die oberglogauer Schützengilde erwähnt. Bei einem Fest zu Ehren des Erzherzogs Karl von Österreich und Bischofs von Breslau in Neiße, erringen die oberglogauer Bastel Cappal, Adam Rotter und Jean Janocha den Sieg.

ab 1614        

Erste ernsthafte Auseinandersetzungen der oberglogauer Protestanten mit dem katholischen Herrn von Oberglogau, Freiherrn Rudolph von Oppersdorff.

1615

Wird eine evangelische Mädchenschule errichtet.

1615  

Wird das Kirchlein zum hl. Kreuz auf dem Friedhof im Vorort Wasservorstadt erwähnt.

1617

Wie Evangelischen erbauen eine größere Kirche mit Pfarrhaus.

1617-1651

Unter dem Freiherrn, seit 1626 Reichsgrafen Johann Georg III. von Oppersdorff wird der  evangelische Glaube aus Oberglogau vollständig zurückgedrängt.

1626  

Werden auf Befehl von Johann Georg III. von Oppersdorff das evangelische Bethaus sowie die evangelische Schule niedergerissen.

Reichsgraf Johann Georg III. von Oppersdorff (*1588+1651)

1627

Brand im 30-jährigem Krieg – ein polnisches Regiment plündert und legt Feuer in der Stadt.

1628

Treten die letzten oberglogauer Protestanten zum katholischen Glauben über (08.12. Ende des Religionskrieges in Oberglogau und Bewilligung des Gelöbnisprozession durch den Kaiser am 09.04.). Neue Franziskaner-Mönche kommen wieder nach Oberglogau.

1629

Wird die katholische Domschule mit drei Lehrern neuerrichtet.

1629  

Reichsgraf Johann Georg errichtet an der Nordseite des Minoritenklosters die Lorettokapelle.

1632

Brand im 30-jährigem Krieg - abziehendes sächsisches Heer richten aus Unvorsichtigkeit Feuer an.

1633

(25.03) Brand im 30-jährigen Krieg –der Kutscher des sächsischen Obersten Droste richtet aus Unvorsichtigkeit Feuer an, 2/3 der Stadt fallen den Flammen zum Opfer.

1634

Reichsgraf Johann Georg III. errichtet das heilige Grab im Schlossvorhof. 

1638

Reichsgraf Johann Georg III. errichtet die Lehmbergkirchel.

1641  

Reichsgraf Johann Georg III. schenkt der Stadt Oberglogau die Reliquie der hl. Candida (seit 1641 Patronin der Stadt).

1642

(20.02) Reichsgraf Johann Georg III. von Oppersdorff stiftet das Majorat Oberglogau.

1642/43

Oberglogau mit den Ortsteilen Hinterdorf und Weingasse werden mehrmals von schwedischen Söldnerheeren geplündert.

1645-1668

(30.5) Fürstentum Oppeln mit Oberglogau vom Kaiser Ferdinand III. für 50 Jahre an König Władysław IV. von Polen verpfändet. Nach der Abdankung seines Sohnes Jan Kazimierz erlöscht diese Pfandschaft.

1645

(05.10) Königsmarcksche Kompanien plündern die Stadt.

1645-1647

Neubau des oberglogauer Schlosses in der heute noch bekannten Form.

Herbst 1645

Eine Pestepidemie rafft 1/3 der oberglogauer Bürger (500 Personen in der Stadt um Umland) dahin, Reichsgraf Johann Georg III. stiftet daraufhin (1650) das spätere Wahrzeichen der oberglogauer Bewohner, die sog. „Acht-Uhr-Glocke“.

1649

Turmbauerhöhung an der Klosterkirche

1655

(17.10.-18.12.) Versteckt sich der polnische König Jan Kazimierz Wasa mit seiner Gemahlin Maria Ludowika Gonzaga vor den Heeren des schwedischen Königs Karl X. Gustav Wasa, auf dem Schloss der Reichsgrafen von Oppersdorff in Oberglogau. Die Königin verbleibt in Oberglogau bis September 1656.

1665

(18.07) Reichsgraf Franz Eusebius I. von Oppersdorff erwirkt beim König von Böhmen und Kaiser des Reiches Leopold I. für die Stadt das Privileg zur Abhaltung eines Lukasmarktes.

1666

Tagt hier der schlesische Fürstentag.

1677

Auf der Nordseite des Ringes wird eine Mariensäule aufgestellt.

1693

(Anfang September) Oberglogau (wie ganz Schlesien) wird von einer Heuschreckenplage heimgesucht.

1697

(21.05) Ein Blitz zerstört die Kirchtürme de Pfarrkirche. Diese werden erst 1775-81 neuerbaut und die Pfarrkirche gründlich renoviert.

1714

Nach dem Tod des kinderlosen Reichsgrafen Johann Georg IV. von Oppersdorff fällt die Herrschaft Oberglogau an die mährische Seitenlinie der Familie (bis 1781).

1726

Erste Erwähnung einer Poststation in Oberglogau (eine Briefsammelstelle und ein reitender Briefbote) mit Verbindung nach Neustadt und nach Cosel.

1741

Schlesien mitsamt Oberglogau fälltnach dem Ende des Ersten Schlesischen Krieges an Preußen, verbleibt jedoch weiterhin im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Die drei Schlesischen Kriege kosten die Stadt rund 100.000 Taler.

1741

Nach Zusammenschluss der drei Kreise Oberglogau, Neustadt und Zülz wird Oberglogau Kreishauptstadt. Hierhin wird auch das Kreisgericht für 4 südoberschlesische Kreise sowie die Verwaltung der Steuerkasse verlegt. 

Oberglogau um 1750

1763  

Nach dem Ende des dritten Schlesischen Krieges wirtschaftlicher und baulicher Aufschwung in der Stadt. Die Weiße Kapelle (1762) und das Lehmbergkirchel (1779) werden erbaut bzw. neuerbaut und das alte Rathaus (1775) großzügig ausgebaut.

1764

(05.10) Große Feuerkatastrophe, es brennen 204 Häuser ab  (Schaden 80.000 Taler). König Friedrich II. von Preußen hilft der Stadt mit einer Schenkung von 17.392 Reichstalern aus.

1773

Reichsgraf Heinrich Ferdinand von Oppersdorff erbaut neu das Hospital zum hl. Nikolaus nebst Hospitalkirche.

1774-1780

Der mährische Bildhauer Johann Schubert wirkt in der Stadt (Fresken an der Pfarrkirche, Klosterkirche, Schlosskapelle, Lehmbergkirchel, Figuren St. Florian und St. Johannes Nepomuk auf den Südgiebel des Rathauses).

1775

Inbetriebnahme der ersten Ziegelei in Oberglogau.

1776-1781

Der berühmte Maler Franz Sebastini wirkt in Oberglogau.

1780

Auf Bemühung der Gräfin Josepha von Oppersdorff Aufhebung des 40 Jahre alten Verbotes der Lehmbergprozession der Katholiken.

1781  

Lassen sich die ersten vier Protestanten seit 1628 in der Stadt nieder.

1781

Nach dem Tod des kinderlosen Reichsgrafen Heinrich Ferdinand von Oppersdorff fällt die Herrschaft Oberglogau an die böhmische Seitenlinie der Familie von Oppersdorff.

1784

(April bis Juni) Schwere Raupenplage in Oberglogau und Umland. 

1789

(06.12.) Geburt des berühmten Sohnes der Stadt, des späteren europaweit bekannten Flötisten Johann Sedlatzek (+1866). Der spätere Ehrendoktor unternimmt Konzertreisen in Städte wie Prag, Wien, Berlin, Paris oder Verona. In Genua kommt er mit Paganini zusammen.

1791

(13.06) Hagelsturm vernichtet die Ernte und schlägt sämtliche an der Wetterseite gelegenen Fenster der Stadthäuser ein.

1800

Ein Windsturm bringt der Stadt schwere Zerstörungen. (03.06) ein Hagesturm erschlägt das Vieh auf den Feldern und vernichtet das Getreide.

1803  

Wird in Oberglogau ein Lehrerseminar (Königlich Katholischen Schullehrer-Seminar) eingerichtet.

1805

Heftige Teuerung der Nahrungsmittel führt zu einer Hungerkatastrophe in der Stadt und dem Umland. Hungerbedingte Epidemien brechen aus.

1806

Ludwig van Beethoven verweilt im Schloss von Oberglogau und widmet dem Reichsgrafen Franz Joachim von Oppersdorff die weltberühmt gewordene 4. Symphonie in B-dur Op. 60.

1807

(04.05) Bricht im Koseltorviertel Feuer aus, mehrere Straßenzüge sowie zwei Vorwerke werden in Asche gelegt.

(31.07) Während der napoleonischen Kriege rücken feindliche bayerische Truppen in die Stadt ein und halten sie kurze Zeit besetzt. Später lagern feindliche württembergische, polnische, italienische und französische Truppen in der Stadt. Die letzten Truppen verlassen am 20.11.1808 die Stadt. Diese Kriegsperiode kostet die Stadt knapp 44.000 Taler.

1810

Nach der Auflösung des Minoritenklosters wird das in Oberglogau 1803 eingerichtete Lehrerseminar in die Gebäude des Klosters verlegt.

1812-1815

Während der Befreiungskriege ziehen 86 oberglogauer Landwehrmänner in den Krieg gegen Frankreich. Vier erwerben sich das eiserne Kreuz, zwei fallen auf dem Schlachtfeld.

1817  

Neben großer Teuerung von Nahrungsmitteln bringt ein am 14.07. ausgebrochenes Feuer der Stadt großen Schaden (37.780 Taler). König Friedrich Wilhelm III. hilft den Bürgern mit einer Schenkung über 9.500 Talern aus.

1818

Die Kreisverwaltung wird von Oberglogau nach Neustadt verlegt.

1819-1894

Garnisoniert in Oberglogau eine Schwadron des 2. Schlesischen Husaren-Regiments „Graf Götzen“ (grüne Husaren).

1827

Wird eine Elementarschule (Seminar-Übungsschule) errichtet. 

1831

(Oktober) Choleraepidemie in Oberglogau. 53 Bewohner der Stadt (62 aus der Pfarrgemeinde) sterben.

1841

(30.6) Wird die Pfarrkirche durch einen Blitzschlag stark beschädigt.

1843

Bau einer evangelischen Schule.

1848  

Einrichtung eines Krankenhauses in der Vorstadt.

1848

Unruhen in ganz Deutschland erfassen auch Oberglogau.

(29.03) wird eine Bürgerwehr gebildet, die erst im Frühjahr 1849 aufgelöst wird.(08.10) Die sog. „Katzenmusik“ (Demonstration) auf dem Schloss zu Oberglogau führt zur Entlassung des von der Bevölkerung ungeliebten Reichsgräflich Oppersdorffschen Güterdirektors Küas.

(29.10) Während einer Katzenmusik am Ring werden Fenster des Rathauses eingeschlagen.

1853

Einrichtung einer Schule für Kinder aus Hinterdorf und Weingasse.

1854

Verleihung des erblichen Sitzes im Preußischen Herrenhaus an Reichsgraf Eduard Georg von Oppersdorff.

Reichsgraf Eduard Georg von Oppersdorff (*1800+1889)

1855  

Bau einer evangelischen Kirche in Oberglogau.

1855

Choleraepidemie: 288 Personen erkranken, 85 sterben.

1855

Bau eines neuen Krankenhausgebäudes in der langen Gasse an der Stadtmauer (Schulgässchen am alten Buttermarkt).

1857

(28.02.) Feuer in der Scheune des Kunstmeisters Gurecko beschädigt den Wasserkunstturm.

1858              

Nach Renovierung des Hospitals zum hl. Nikolaus übernehmen die Schwestern Borromäerinnen die Pflegen der Alten. Bald darauf Einrichtung einer „Industrieschule“ für Töchter mittelloser Familien im Hospital.

1859  

Die Postverbindung Oberglogau-Leobschütz wird aufgehoben.

1860  

Die Postverbindung Oberglogau-Neustadt wird eingerichtet.

1860

(11.03) Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in Oberglogau.

1860

Grundsteinlegung eines von den Borromäerinnen geführten Weisenhauses im Hospital hl. Nikolaus.

1864  

Errichtung des Weisenhausen zum hl. Schutzengel.

1866

Im Krieg Preußens gegen Österreich fallen zwei aus Oberglogau stammende Soldaten.

1869

Bau der massiven jüdischen Synagoge in der Schulstraße.

1871

Im Krieg Preußens gegen Frankreich fallen sechs aus Oberglogau stammende Soldaten.

1871

Vollendung des Baus der Volksschule in der Leobschützer Straße im Vorort Hinterdorf.

1872

Umzug des Lehrerseminars aus dem altem Minoritenkloster in ein neuerbautes Gebäude im Vorort Weingasse.

1872

Oberglogau erhält eine Telegraphenstation.

1872

Zusammenbruch des Majoratsturmes an der Klosterkirche. Wiederaufbau bis 1876.

um 1872

Abbruch des Coselertores.

1873

Bau der neuen Stadtschule.

1873

(16.09) Gründung des Oberglogauer Militärvereins.

1874

Abbruch des Wassertores (Begin 13.02.)

1874-1876

Oberglogau bekommt einen Eisenbahnanschluss (Kandrzin-Neustadt).

1875

Entstehung der Simultanen Volksschule durch Vereinigung der Vereinigung der einklassigen ev. Schule und der 7-Klassigen kath. Schule.

1875

Verlegung und Neueinrichtung des alten Krankenhauses in ein neues Gebäude zwischen dem Olbrich-Garten und dem Haus vom Webermeister Scholz.

1877

Oberglogau wird Station der Eisenbahnlinie Kandrzin-Frankenstein.

1881

Gibt es in Oberglogau bereits 2 Molkereien.

1882

Wird die Oberglogauer Zuckerfabrik in Betrieb genommen.

1885

Eröffnung der Höheren Knabenschule (mit einem Internat seit 1896).

1890

(11.03) Grundsteinlegung des oberglogauer Postgebäudes.

1890

(13.10.) Wird in Oberglogau der Musikprofessor und Komponist Gerhard Strecke geboren (+1968 in Ratingen).

1892

(3/4.06) Kaiser Wilhelm II. verweilt in Oberglogau anlässlich der Hochzeit der Comtesse Johanna von Oppersdorff mit dem Fürsten Hugo von Radolin.

1893

(24.08) schweres Hagelgewitter zerschlägt alle Fenster an der Westseite der Stadthäuser.

1894-1903   

Garnisoniert in Oberglogau die IV. Abteilung des Feldartillerie-Regiments Nr. 21 (von Clausewitz).

1896

Pfarrer Alexander Tatzel erbaut das St. Josephstift.

1896

(25.-27.05.) IV. Hauptversammlung des Vereins der katholischen Lehrer Schlesiens in Oberglogau.

Oberglogau hat in diesem Jahr folgende Schulen: Simultane Volksschule (Stadtschule), Schullehrer-Seminar, Höhere Knabenschule, Höhere Mädchenschule, Gewerbliche Fortbildungsschule, Kaufmännische Fortbildungsschule, Spielschule.

1900  

wird die erste Fernsprechleitung mit 20 Teilnehmern eingerichtet.

1901

Gründung des Sparkassen- und Darlehensvereins e.G.m.b.H (seit 1926 Kreditbank e.G.m.b.H).

1903

(31.03) Oberglogau hört auf eine Garnisonsstadt zu sein, was sie seit 1743 ständig war. Das zweite Oberschlesische Feldartillerie Regiment Nr. 57 ist das letzte hier stationierte Heeresteil.

1904

Jahrhunderttrockenheit.

1904

(01.08) Eingemeindung der Vororte Weingasse und Hinterdorf.

1906/7

Verlegung von Wasserleitungen in der Stadt.

1907  

Bau des städtischen Wasserwerkes in den Erlen und des Wasserturms auf dem Hellberg.

1910-1919

Bau einer Kläranlage (in Betrieb bis 1995).

1913

Errichtung des Carl-Müller-Waisenhauses für Halbwaise und deren Mütter.

1914-1918

Erster Weltkrieg. Im Kampf für Kaiser und Deutschland fallen 254 Oberglogauer.

Bis Ende der Abstimmungszeit 1923 werden weitere 23 Oberglogauer getötet.

1918

(12.11) Nach Ende des I. Weltkrieges und Anspruchsstellung des polnischen Staates auf Oberschlesien findet in Oberglogau die Abwehrbewegung gegen die Übernahme Oberschlesiens durch Polen ihren Anfang.

1920

(07.02.) Nachdem die Entscheidung fällt, dass die Oberschlesier durch Abstimmung über ihre staatliche Zugehörigkeit entscheiden sollen, verlässt die in Oberglogau untergebrachte 4. Kompanie des Reichwehrschützenregiments von Winterfeld Nr. 16 (Rest des alten Oberschlesischen Infanterieregiments Nr. 62) die Stadt.

(21.02.)Oberglogau erhält eine italienische Besatzung.

(24.02) Wird Oberglogau mit Umland vom Kreis Neustadt (der westliche Teil des Kreises darf an der Abstimmung nicht teilnehmen) getrennt und im alten Minoritenkloster eine Oberglogauer Kreisverwaltung für die Stadt und 67 Ortschaften des Abstimmungsgebietes eingerichtet.

1921  

(20.03.) Abstimmung über die staatliche Zugehörigkeit Oberschlesiens. In Oberglogau stimmen 96 % der Bewohner (5093 Personen) für Deutschland und 4 % (226 Personen) für Polen. Im Oberglogauer Abstimmungskreis siegt die deutsche Option mit 88% gegenüber der polnischen Option mit 12% Stimmen.

(24.05.) Nach einer von den Polen am 03.05 gestarteten, bewaffneten Aktion zur Eroberung Oberschlesiens sowie dem Sieg der deutschen Selbstschutzkräfte am St. Annaberg wird in Oberglogau im Hotel „Zur Post“ der „Zwölferausschuss“ gebildet. Er ist eine aus den politischen Parteien und Gewerkschaftsführern der oberschlesischen Provinz bestehende politische Vertretung des Landes im von Polen nicht besetztem Gebiet.

Der Oberbefehlshaber des oberschlesischen Selbstschutzes Generalleutnant Karl Höfer schlägt sein Hauptquartier im Schloss von Oberglogau auf.

(15.10.) Der Völkerbund entscheidet über die Teilung Oberschlesiens. Oberglogau und sein Umland verbleiben in Deutschland.

1922

(19.07) Erfolgt die Übergabe der Verwaltung von der Interalliierten Kommission an die deutschen Behörden. Die italienischen Besatzungstruppen ziehen aus Oberglogau ab.

1925

(28.03) Aufnahme des Kraftpostbetriebes auf den Strecken Oberglogau-Zülz, Oberglogau-Leobschütz, Oberglogau-Kostenthal und Oberglogau-Krappitz.

1925

Ausbau des Ortsleitungsnetzes.

1925  

(28.06-12.07) Unter dem Motto „Deutsches Fest im deutschen Osten“ werden die Feierlichkeiten zum 700-jährigem Bestehen Stadt Oberglogau begangen. Allein am ersten Sonntag reisen 40.000 Besucher in das knapp 7000 Bewohner zählende Städtchen ein.

1925  

Auflösung des hiesigen Lehrerseminars mitsamt der Seminar-Übungsschule (bisher existierten in Oberglogau 3 Volksschulen = Nr. I. -Eichendorfschule-, Nr. II. und die Seminar-Übungsschule).

Einrichtung einer höheren Aufbauschule (Deutsche Oberschule) in diesen Gebäuden.

1927 

(23.08) Einweihung der städtischen Turnhalle und des Sportplatzes in Oberglogau.

1929

Errichtung einer Schwimmeisbahn am Schützenhause.

Durchführung der oberschlesischen Eislauf-Meisterschaften mit über 70 Teilnehmern.

1931

Einweihung des neuerbauten städtischen Krankenhausen an der Bahnhofspromenade (Auf dem Hellberg). Unter den anwesenden Ehrengästen u.a. der Oberpräsident von Oberschlesien Dr. Lukaschek.

1931

(10.11) Einweihung der Landwirtschaftlichen Schule im altem Krankenhausgebäude.

1932

(12.11) Eröffnung des über dem Schlosstor neuerrichteten Heimatmuseums „Rektor-Strecke-Musem-".

1934

Einweihung des städtischen Freibades (Gartenbad).

1935  

Bau der Volksschule im Stadtteil Hinterdorf. Weihe am 25.04.

1935  

(21.03.) Auflösung des,  der Familie von Oppersdorf gehörenden Majorats (Fideikomiss) Oberglogau.

1945

18.03. am einem strahlend schönen Frühlingssonntag wird die Stadt von Fliegern bombardiert. Das Rathaus und ein Teil des Ringes kommen zu Schaden.

19.03. Marschieren in Oberglogau sowjetische Soldaten ein. Nach Niederlage im II Weltkrieg wird Oberglogau unter polnische Verwaltung gestellt.

nach 1945

Anders als die meisten ostdeutschen Städten, erleidet Oberglogau nicht so große Verluste an einheimischen Bevölkerung durch Flucht und Vertreibung. Das Einsickern von polnischen Bevölkerung geht hier langsamer vonstatten. Bis weit in die 1970er Jahre trägt die Stadt den Kosenamen „Klein-Berlin“ wegen der großen Zahl der hier verbliebenen einheimischen deutschen Bevölkerung.  

1945

(August) Wiedereröffnung des städtischen Krankenhausen (1947 hat das Krankenhaus schon eine Kapazität von 60 Betten).

(September) Wiedereröffnung des städtischen Kindergartens.

In diesem Jahr wird auch bereits das pädagogische Lyzeum in Oberglogau eröffnet.

1947

In der Stadt gibt es wieder Strom und die Gaswerke sowie die „Roszarnia“ nehmen den Betrieb auf. 

(Dezember) die alte Pfefferkuchlerfabrik „Knieling“ wird als verstaatlichter Betrieb „Piast“ wieder in Betrieb genommen.

1955  

Die Stadt Fulda (Hessen) übernimmt die Patenschaft über die Stadt Oberglogau.

1995

Bau einer neuen Kläranlage in den Weindämmen.

1998

(30.05) Oberglogau schließt eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Rietberg (NRW).   

2001

(06.06.) Rückkehr der 1942 abmontierten und nach Hamburg verbrachten Acht-Uhr-Glocke nach Oberglogau. Die 1949 widergefundene Glocke, die bis 2001 in Fulda aufbewahrt und zum Symbol der vertriebenen, geflüchteten und daheimgebliebenen Oberglogauer wurde, wird am alten Platz im Glockenturm der Klosterkirche aufgehangen.

2002  

(08.06.) Oberglogau schließt eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Würbenthal (Vrbno/Tschechien).

2003  

Die 1936 entfernte Mariensäule kehrt auf den Ring zurück.

 

Autor: Andreas M. Smarzly

 

Herren von Oberglogau

Die oberschlesischen Herzöge
1137-1146 Ladislaus der Verbannte, Herzog von Schlesien
1163-1211 Mieszko I. Schlenkerbein, Herzog von Schlesien, Herr von Ratibor-Oppeln
1211-1230 Kasimir I. Herzog von Ratibor-Oppeln
1230-1246 Mieszko II. der Dicke, Herzog von Oppeln
1246-1281 Ladislaus I. Herzog von Oppeln
1281-1313 Bolko I. Herzog von Oppeln.
1313-1362 Bolko d. Ä., Herzog von Falkenberg
1362-1369 Wenzel, Herzog von Falkenberg

1365-1382 Heinrich, Herzog von Falkenberg

1382-1401 Ladislaus II. Herzog von Oppeln
1401-1437 Bolko IV. Herzog von Oppeln

1437-1460 Bolko V. Herzog von Oppeln

1460-1476 Nikolaus I. Herzog von Oppeln
1476-1497 Nikolaus II. Herzog von Oppeln
1476-1532 Johann, Herzog von Oppeln


Die Familie von Oppersdorff
1554 Freiherren von Aich und Friedstein, 1562 Pfandherren von Oberglogau, 1593 Erbherren von Oberglogau, 1627 Reichsgrafen von Oppersdorff, Freiherren von Aich und, Friedstein, 1969 Grafen von Oppersdorff Solms-Braunfels
1562-1584 Johannes (*1514+1584)

1584-1606 Georg II. (*1550+1606)
1606-1617 Rudolph (*1597+1620)
1617-1651 Johann Georg III. (1588-1651)
1651-1691 Franz Eusebius I. (*1623+1691)

1691-1693 Johann Georg IV. (*1649+1693)

1693-1714 Franz Eusebius II. (*1650+1714)
1715-1743 Georg Friedrich (*1653+1743)
1743-1781 Heinrich Ferdinand (*1711+1781)
1781-1785 Joseph Wenzel (*1724+1785) 
1785-1818 Franz Joachim (*1778+1818)
1818-1889 Eduard Maria (*1800+1889)
1889-1930 Hans Georg (*1866+1948)
1930-1945 Wilhelm Hans (*1896+1989)

Hans Georg Eduard Graf von Oppersdorff-Solms-Braunfels (*1920+2003)

Hans Georg Franz (1957)
Georg-Emanuel (1996) und Lukas-Alexander (1998)


Die Bürgermeister von Oberglogau :
1544 Peter Otta
1606 Adam Rotter
1615 Martin Schneider
1625 Valentin Karas von Bombstein
1653 Georg Heinrich Friese
1662 Michael Rehorn
1683 Georg Heinrich Slawikowsky
1683 Elias Pietruschka
1683-1689 Hieronymus Carove
1689-1691 Johann Reverti
1691-1695 Wenzel Jaschick
1695-1696 Franz Mitschke
1697-1702 Johann Anton Rotter
1703 Johann Riedel
1704 Peter Arlerth
1705-1708 Franz Xavier Riedel
1710-1711 Peter Arlerth
1712-1717 Johann Franz Herrmann
1717-1718 Peter Arlerth
1718-1721 Leopold Ziendetti
1722-1736 Johann Thadäus Riedel
1736-1739 Anton Ignatz Riedel

1739- 1760 Wenzel Michael Alberti
1760-1767 Johann Kurz
1767-1772 Joseph Sammberger
1772-1775 George Grachus
1775-1788 Franz Karl Thomeczek
1796-1807 Anton Glatzel
1807-1810 Schwand
1810-1811 Maier
1811-1815 Schwanzer
1815-1817 Bürg
1817            Heinrich Hasse
1823-1854 Joseph Lindner
1854-1867 Dr. Heinrich Schnurpfeil
1867-1888 Engel 
1888-1895 Peter Troska
1895-1909 Reinhold Freyhube
1917-1926 Dr. Heinrich Smikalla
1926-1927 Dr. Hensel (kommissarisch)
1927-194? Dr. Felix Scholz
bis 1945     Dr. Eckert
1945-1946 Tyrala
1946            Ludwik Stanislawczyk
1946-1949 Wiktor Les
1990-1994 Hans Borsutzky
1994-1998 Karl Kopacz
1998-2007 Jan Mencler

seit 2007   Andrzej Kalamarz

.

Dechanten / Pfarrer

1284 erste Erwähnung der Pfarrgemeinde in Oberglogau.
24.02.1379 Pfarrkirche wird zur Kollegiatkirche (halbe Domkirche) erhoben, die Pfarrer tragen den Titel des Prälat Dechant.


um 1284 Tilo
um 1384 Nicolaus Petri
um 1390 Johannes de Socau
um 1398 Stephanus de Lobén
um 1419 Jacobus de Neunitz
vor 1428 Petrus Rykol
1428-1463 keine Besetzung wegen der Hussitien
um 1466 Franziskus Macha
um 1530 Nikolaus
um 1540 Vinzentius Zbynko
um 1548 Hilfsgeistliche Johann Augustini und Christophor Piskorzik/Piskorsch (Probst)
1548-1572 Martin Saita (evangelisch)
1578-1594 Albert Petritius
1594-1623 Georg Quatius
1623-1646 Dr. Adam Caras
1646-1676 Georg Karl Rotter
1677-1681 Johann Georg von Praschenfeld
1681-1692 Alexander Guarichetti de Pellizzano
1692-1701 Anton Ignatz Münzer
1702-1721 Balthasar Hoffmann
1722-1737 Anton von Schwabenheim
1737-1743 Franz Karl Graf von Tenczin
1743-1768 Johann Joseph von Falkenstein
1768-1781 Anton Borek
1781-1807 Franz Rochter
1808-1819 Marcus Maria Graf de Bombelles
1820-1825 Ignaz Bolik
1825-1849 Johann Peter Paul Matulke
1849-1851 Ignaz Blasel
1852-1870 Anton Hauschke
1871 Wilhelm Weiß
1871-1900 Alexander Tatzel
1900-1925 Ludwig Hoffrichter
1925-1946 Leo Schall
ab 1946 die Seelsorge üben die Franziskaner aus
1992-1998 Henryk Pasieka
1998-2003 Winfried Watola
seit 2003    Richard Kinder

 

Oberglogauer Familien / Namen:

 Die ältesten bekannten Namen der Bürger der Stadt bzw. der Umgebung aus den ältesten verfügbaren Akten:   

1285    die Bürger Wernher, Reinher und Hermann Ohlau;

1295    der Erbvogt Konrad, der Schöffe Albert Glan, Peter, Sohn des Christan, Heinrich der Lange,

            Siboto Gab, der Messerschmied Sidelmann, Zesco Werner, Heinrich Buchis, Ludwig genannt

            Dinco, Heinrich Ylieni, Roncus Heckil, Wernher Galbicus, Heynemann, Sohn des Weissen,

            Buchner und Gerco;

1298   Jakob, Sohn des Gottfried, Kemmo von Ujest, Rudigier, Heinrich auf dem Berge, Herman

           Scheler, der Pfarrer Tilo, Eckard, der Bruder des Vogtes;

1311   der Vogt Arnold, der Schoeffe Cunmann, Cristan der Weisse, Heinrich von Reps, Siffrid, Peter,

           Sohn des Glacco, Peter, Sohn des Dippold, Heinuscho, Sohn des Sidilmann;

1314   Rullo, Ernst, Jesco von Reps, Heinuscho Sohn des Lanzenmachers, Bertold von Milwan und

           die drei Gunderadis, Peter und Johannes Grensiner;

1318   der Fleischer Reynhard, Heinrich von Kotkindorf und Ulman von Kazymir;

1319   die drei Voegte Arnold, Konrad und Peter, von denen die beiden ersten schon frueher genannt

            worden waren, Michael, Sohn des Rullo, Cristan, Sohn des Bochner, Arnold von Syrow,   

            Peter Calo, Gerlach von Razlawiz, Hermann Vilkini, Arnold und der Mueller Thylo;

1323   Conmann, Sohn des Calo.

Einzelne dieser Namen zeigen die Heimatdörfer der Oberglogauer Zuwanderer: (Alt-) Kuttendorf im Westen, Repsch im Norden, Deutsch-Müllmen im Westen, Deutsch-Rasselwitz und Kasimir im Süden, dazu das entlegenere Grzendzin südlich von Kosel, die Städte Ujest und das niederschlesische Ohlau.  

Dazu sind in dem mit der Stadt in engem Zusammenhange stehenden südwestlichen Nachbardorfe Hinterdorf 1295 die Bauen Memming Buchner, Heinemann, Sohn des Heylewig, Nicolaus Mergard, Hermann Heller, Jane der Zimmermann und Heinrich Melkinhaym belegt. Aus Mochau westlich Oberglogau treten ab 1328 die Weiterwanderer Ditko (Dietrich), Johann und Pesko in Krakau auf.

Urbarium 1571

-Gärtner des Schlosses  Oberglogau: Ein Weinmüller, Lucas Hirte, Maleschin, ein Bäcker Lontras, ein Schneider Jaromin, Urban Frölich, der Hauptmann,  ein Fleischer Petruschka, Gawel Zimostrad, Georg Bekher, Benisch Kotula, Georg Schwarcz, Hannss Zagicz, Thomekh Schlosser, ein Kirschner Smiczka, ein Schuster Suchanek, Leonhardt Fleischer, Wike Fleischer, Jacob Meczner, Wenczel Krzikowsky, die alte Küchlerin,

-Gärtner aufm Bagno unter Glöglin (Glöglichen): Andreas Bader, Rudolf Barbirer, Andres Tischler, Merten Sattler, Benedict Glaser, Albrecht Pssonekh, Melcher Wagner, Burkhardt Melcher, Jacob Rimer, Jacob Gasior, Melchior Langenaw, Georg Schwarcz, Petter Otte, Urban Frölich, Macz Bradel, Hannss Richter, Maleschka, Walekh Cholewa, Jacob Neymann, Heinrich Seeler, Merten Frohm, Lorencz Howiesy, Georg Bäer, Ondrzey Ssnura, Barthel Zies, Machna Miechowskin, Geirg Melczer, Peter Hofman, Melchior Baer, Michel Pfröpfer, Geirg Ssmiczka, Jacob Fleischer, Wawrzin Bicziekh, George Kapusta, Peter Rackh, Katharina Wolfowa, Jacob Wieczekh, Jan Grabarz, Ondrzey Jablunka, Peter Niemal, Macz Placzekh, Andres Schwecz, Jacob Scholtissekh, Hannss Krauss, Ciczekh Hasin, der Schmied George Kniess,  George Wagner, Thomas Drzewo, Stenczel Fleischer, Woytekh Lessnikh, Gawel Lessnikh, Gawel Pernikarz, Climekh Warziwo, Merten Tutschekh, Christekh Slofka, Hrzehorz Sliwka, Francz Prusske, Nickhel Scholcz, Gregor Zegnay, Wawra Pekarz, Waczlaw Kruppa, Janke Chmelarz, Peter Pichny, Michal Korzewka, Matiey Wontroba, Gawel Gaywoy, Pawel Magdny, Martin Schwecz, Jacob Birlo, Christek Wolekh, Chlimek Churlarz, Simon Passirb, Sczepan Suchanekh, Gawel Wrubel, Georg Tscherny, Barbara Hoyna, Gawel Slodownikh, Hannss Wolf, Christekh Piwowar, Stanekh Trzaska, Thomas Schlossarz, Adam Kaucz, Franekh Stenczel, Blassiey Lipka, Mikha Tesarz, Peter Socha, Gawel Sliwka, Ondrzey Kuroplech, Georg Schwarcz, Georg kapusta, Ludwig Schmid, Franekh Chmelarz, Gawel Kapicza, Gärten vor der Stadt , am Wasser gegenüber dem Kloster Gawel Waldförster, Barthel Czise.  

1606 evangelische Bürger von Oberglogau

Als am 30.05.1606 Freiherr Georg II. von Oppersdorff den evangelischen Bürgern (das ist zu dieser Zeit beinahe die gesamte Stadtgemeinde) das Auslaufen in die protestantischen Dorfkirchen verbot und ihnen die Ausschließung vom Bürgerrecht, von den Zünften und von der Ehe androhte, reichten diese eine Bittschrift an den Grundherren um Gewährung freier Religionsausübung ein. Diese Bittschrift enthält folgende 241 Unterschriften bezünfteter Bürger. 

-Bäcker: Martin Kroker, Martin Ziska, Martin Krautwurst, Abraham Meczka, Piotr Olex, Blaziek Foit, Bartel Kappel, Lorenz Richter, Hansel Kroker, Piort Franzke, Blasiek Niestroj, Bartel Beer, Jan Krosna, Thomas Kraytziger, Johannes Derneiko (Dernaczek), Albrecht Havlyk, Hasn Klamant, Daniel Oblet.

-Mitbürger der Innung: Theofil Tryak, Bartel Wolf, Blaziek Gruß, Michel Ramisch, Bartel Rotter, dessen Sohn Adam Rotter, der Stadtschreiber Christoph Seidel, Görge König, Michel Pfeiffer, Jakub Kroker, Merten König, Lorenz Kucharz, Christoph Panoch, Jakib Zugoj, Stanislaus Tarnowsky, Fantula die Nähterin, Ewa Byczkin, Barbara die einen Trompeter hat.

-Leinweberzeche: Görge Kleiner, Jacob Raschdorf, Martin Metzner, Michel Scholz, Görge Kreische, Andreas Ermann, Hanns Ritter, Valten Breger, Adam Kreische, Görge Schiller, Paul Fischer, Kaspar Krauschke, Michel Stenzel, Paul Scholz der Färber, Michel Seiler, Hans Arleth, Görge Stenzel, Barthel Schura, Paul Schloßke.

-Mit der Zeche verbrüdert: Hans Steffen und Barabasch der Bräuer.

-Pittner (Böttcher), Tischler und Wagner: Hans Mumser (später Münzer genannt), Martin Stiller, Mates Schöpf, Görge Maluch, Kaspar Richter, Joachim Blochmann, Jakob Miczke, Martin Weinsassel, Tobias Dietrich, Michael Bensch, Görge Florent, Christoph Fromell, Matz Matter, Jakub Murser, Hans Kleinurban, Andreas Schaff, Martin Kauz, Bartel Bruch, Michel Mittag, Hans Kube, Johannes Thillle.

-Mit der Zeche verbrüdert: Zacharias Geißler, Sebastian Scholz, Simon Hanek, Michel Reißewitz, Hans Stibor, Hanns Kroker, Martin Schulz, Klemet Wirt, Pieter Hartmann, Lorenz Mogwitz, Görge Schmiegdichan, Gregor König.

-Salzhacker: Balzer Laschmann, Joan Frölich, Wawrzin Cziepla, Görge Hanusch, Andres Lemer, Christoph Bancke.

-Töpfer: Jakub Passierb, Fincenty Turek, Urban Siura, Michel Belda, Barton Lasar.

-Schneider: Jan Siura, Adam Fabesch, Görge Pole, Jan Smirkal, Bartel Kasher, Sebastian Alter, Jakub Fraiberg, Thomas Kotzem, Grigor Boczianek, Kristof Kankrlik, Krziestek Slodownik, Elias Hauschke, Benesch Biemoutko, Jakib Scherer der Tuchscherer, Adam Wielky, Habram Herolt, Kristof Herolt, Martin Pulcer, Grigor Grzanka, Leonard Tlach, Tobias Wiedemon, Jakib Czula.

-Jung-und Altkürschner: Adam, Görge Pietsch, Michel Käsmann, Thomas Kaucz, Kasper Jaske, Simon Hofmann, Pieter Krause, Kaspar Potte, Hans Brauner, Kaspar Berger, GeorgeMatzner, Adam Ramisch, Hans Strzeda, Görge Lerachen, Jura Schüga, - Ausgenommen den alten Hans Braun.

-Schusterzeche: Samuhel Kulpa, Martin Brotzner, Melcher Seifert, Michael Freper, Valten Thille, JeremisSlosarz, Paul Seifert, Vitrimus Leinhart, Simon Kales, Elias Kroker, Blaziek Socha, Daniel Freper, Martin Kreisel, Görge Geißler, Christoph Hampel, Christoph Miczke, Simon Kroker, Jura Reczko, Jakub Lewe, Janek Steif, Matheus Neumann, Kasper Steuschek, Hans Opitz, Kasper Maßik, Elias Pietruschka, Jeremias Neumann, Mathes Bistrof, Wawrzin Kanczeirz, Jakub Kosubka, Hans Kastner, Valten Opitz.

I-n der Bruderschaft: Jeremias Neudörfer, Michel Kreß, Wolf Korn, Merten Janitschke, Balzer Wagner, Thomas Branschner, Gregor Flesar, Hanns Neumann, Andres Hase, Mathes Gutsbier, Hans Wolf, Adam Wieczorek.

-Tuchmacher: Barthel Hilse, Valten Schneider, Mathes Schramm, Valten Gutsche, Benedikt Gutsche, Benedikt Fuger, Martin Hornik, Martin und Melcher Kluger, Gregor Fuga, Michel Hubert.

-In der Bruderschaft: Georg Porche, Matheus Hermann, Pieter Zich der Maurer.

-Schmiede und Schlosser: Gall Riedel, Michel Hilser, Elias Kowal, Matz Hagesindt, Melcher Sommer, Urban Schmied, Matz Bieme, Hans Polz, Greger Könert, Martin Riedel, Matz Kittel, Matz Geißler, Andres Weißenbriegk, Josef Wagner, Absalon Lorber, Martin Ludek, Christof Hilser, Bolten Hoinka, Hans Kalina, Marczin Maßgon, Jendra Strzeda, Kuba Kapinos, Jon Stich, Tomisch Furmon, Wawrzin Haptikorz (Apotheker ?), Maczig Wiustakob, Barton Kowarcz, Martin Ludawy, Bartek Klußka, Jure Czigan.

-Fleischer: Jakub Balzer, Jirczik Birka, Mruzek Mola, Peter Dzialek, Martin Kielbaßa, Johannes und Klimek Jassik, Bartoß Stojan, Jan Sloßorz (Lorsorhen), Jan Plachetka, Adam Barke, Jerzik Jissa, Jan Malkowsky, Michal Maziejek, Gabriel und Elias Kulpa, Kristof Lampart, Jan Starosta, Matuß und Daniel Mola, Staniek Suchon, Jan Neymon, Görge Minczer, Pan (Herr) Peter Twardawa, Jirzik Frieß, Waczlaw Stabel, Jonek Drobek, Waczlaw Pyrka, Jura Witur, Handzel Ort, Johannes Maly, Jura Chrobek.

 

1623 Kirchenregister der evangelischen Gemeindemitglieder, die sich zur Zahlung einer jährlichen Kirchensteuern verpflichtet haben:

-Schlossviertel: Adam Herrmann, Sebastian Alder, Lorenz Hanke, Adam Branzner, Simon Schmeich, Georg Borzka, Tobisch Opitz, Lorenz Mokwitz, Melcher Seiferts Witwe, Gall Riedel, Merten Stiller, Pioter Olex, Barthel Hilse, Adam Katinner, Hanns Riedel, Adam Schneider, Martin Kielbas, Christoph Mitzke, Michel Mittag, Görge Mitzke, Sebastian Schwarzerbold, der ehemalige Burggraf (Aufseher der Robotarbeiten) Wenzel Gaida, Barthel Schlößke, Andreas Hase, die Schlossköchin, der alte Matz Schaffer vom Schlosse, Matz Hilcher, George Seifert, der Edelmann Adam Krzikawsky von Chomlena.

-Im Viertel Koseler Tor, östlicher Stadtteil: Daniel Püschels Witwe, Casper Richter, Adam Fabisch, Jacob Kunze, Wolf Brand, Hanns Wermuth, Martin Hormik, Thomas Lampart, Kaspar Fletter, Michel Pfeifer, Görge Riedel, Adam König, Matz Mucha, John Klückert, Merten Krautwurst, Wenzel Kinel, Hanns Klein, Görge Borka, Hanns Mumser, Gerge Scheibe, Gerge Fleischer, Hanns Lorek (Lorke), Nickel Berger, Adam der Kramer, Gerge Mitzke, Hanns Opitz, Jermisch Nowak, Christoph Frieber.

- Im Wasserviertel: Adam Herrmann Schneider, der alte Johann, Thomas Heflik, Valentin Weikes Witwe, Lorenz Hein, Barthel Stieber, Hanns Schmidt, Jakub Lewe, Abraham Mitzke, Matz Klusek, Thomas Kautzens Witwe, die alte Quaißerin, Kasper Berger, Gerge Kindler, Michel Metzner, des Michel Ramisch Witwe, Martin Kroker, Paul Broschens Witwe, Christoph Fleischer, Michel Kresch, Thomas Egel, Hanns Jahnimaso (Ziengnimaß) Michel Käsmann.

- Klosterviertel, im Westen der Stadt: Kaspar Kalb, des Jermis Alder Witwe, Gabriel Alder, Thomas Benedix, Mathes Heinze, Thomas Branschner, Wenzel Ambrosi, Peter Franzke, Gerge Münzer, Olbricht Heflik, Adam Polzer, Merten Schulz, Marten Janischkem Simon Hanke, Adam Männlein, Balzer Tiel, Valten Tiele, Hanns Borka, Andres Pfeiffer, Paul Franzke, Heinrich Nolbek, Hanns Kroker, Hanns Dernaczek.

- In der Koseler Vorstadt: Magdalene Trzeskin, Merten Scholzens Witwe, Tabisch Weidner, Tomas Morgenrot, Jakob Treger, Hanns Stieber, Merten Glätzel, Max Böhme, Pieter Krause, Thomas Gruß, Jacob Neumann, Simon Kroker, Adam Hofmann, Christoph Hilscher, Gerge König, Andres Schoff, Tobisch Andres, Hanns Rolz, Gerge Landek, Matz Geißler, Michel Benisch, Hanns Mittwoch, Andreas Dittrich, Hanns Krameller, Hanns Melzer, Kaspar Pott, Hanns Hein, Christen Hampel, Gerge Fuge, Hanns Raschdorf, Andres Fleischer, Hanns Kastner, Gerge Hölzlein, Gerge Schramm, Kaspar Melzer.

-In der Wasservorstadt: Sebastin Alder der Junger, Jermisch Riemer, Adam Kreise, Jahn Scholz, Hanns Riemer, Hanns Kunert, Adam Ramesch, Balzer Schneider, Merten Landeck, Adam Hessens Witwe, Balzer Arlet, Hanns Kaube, Lorenz Kakuschke, Thomas Krause, Jacub Mitzke, Hanns Schwarz, Gerge Krause, Matz Raschdorf, Hanns Scholz, Simon Kaleeze, Matz Riedel, Pieter Ludke, Martin Groß, Hanns Meißner, Kasper Kalecze, Paul Mitzke, Andres Vogel, Michel Hilscher, Hanns Fuge, Kasper Alder, Merten Ortwein, Merten Herrmann, Hanns Scholz, Michel Quästor, Tobis Dittrich, Gerge Metzner, Gerge Broze, Melcher Sommer, Gerge Ramesch, Michel der Garmann, Gerge Lampart, Balzer Wagner, Christoph John.

Einwohnerzahlen von Oberglogau: 

Jahr / Zeitraum

Einwohnerzahl

Mittelalter

um 2000

1325

um 2100 Pers. (OG Pfarrei)

1428

um 1500

1618

ca. 1300-1500

1648

ca. 600

1765

929

1775

1536

1781

1511

1783

1685

1787

2117

1794

2142

1806

2230

1818

1900

1819

1953

1823

2414

1825

2506

1828

2432 bzw. 2133

1832

2486

1834

2611

1837

2823

1840

3350

1843

3364

1846

3654

1849

4076

1852

4050

1855

3831

1858

3937

1862

4188

1883

5030 (5330 einschl. Militär)

1895

5706

1904

ca. 7000

1913

7136

1925

6952

1927

7273

1932

7422

1933

7195

1939

7594

1946

4752 (10 % Polen)

1957

5800

1961

6455

1974

6744

1994

6450

2001

6359

2002

6303

2003

6073